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Die hier präsentierten Fragmente stammen aus der Sammlung des Künstlers Hanny Franke († 1973). Er war als Maler zu seinen Lebzeiten im Frankfurter Kunstgeschehen fest etabliert und verbrachte seine späteren Jahre in Eschborn. Sein Nachlass, der auch mehrere Sammlungen enthielt, wurde 1988 von seiner Witwe Margarethe Franke dem Museum Eschborn überlassen. Die Sammlung mittelalterlicher Handschriften- und Druckfragmente wird auf dieser Plattform und im November 2025 auch zum ersten Mal im Museum Eschborn öffentlich ausgestellt.
Hanny Frankes Interesse an mittelalterlichen Handschriften erklärt sich teils aus seiner eigenen Tätigkeit und Prägung als Künstler. Franke durchlief eine Ausbildung als Kunstmaler, studierte dann noch an der Frankfurter Städelschule und beschäftigte sich intensiv mit der Malerei der Vormoderne und Moderne. Selbst Landschaftsmaler, sammelte er auch Malerei des 19. Jahrhunderts. Doch viele der kunstvollen mittelalterlichen Buchmalereien der hier gezeigten Sammlung dürften ihn als Experten angesprochen haben, der handwerklich ausgesprochen gut ausgebildet war.
Genauso zeigt die Fragmentsammlung Frankes tiefes Interesse an der Geschichte. Gerade die Mittelaltergeschichte bildete im deutschen Kaiserreich, in das Hanny Franke 1890 noch hineingeboren wurde, einen wichtigen Horizont kultureller, politischer und religiös-konfessioneller Identität. In der mittelalterlichen christlichen Tradition fühlte sich Franke zudem schon durch seine katholische Prägung verwurzelt. Das Erleben geschichtsträchtiger Orte kam hinzu: Früh entwickelte Franke etwa eine Faszination für das Kloster der Heiligen Hildegard von Bingen, das nahe seiner Jugendwohnung lag.
Mit dem Sammeln von Fragmenten und “Miniaturen” begann Franke offenbar schon während der Zwischenkriegszeit. Er erwarb die Fragmente teils über den Buchhandel. Ein befreundetes Sammlerpaar betrieb etwa in München ein Antiquariat. Mehrere Fragmente erwarb er aber auch auf Reisen. Die Fragmente verwahrte und verzeichnete Franke sorgsam und machte Notizen zu ihrer Herkunft und Einordnung. Doch einige Stücke hingen offenbar auch in gerahmter Form in seiner Wohnung. Ein besonderes Objekt – eine mit Fragmenten mittelalterlicher Handschriften beklebte Streichholzschachtel – scheint er zumindest benutzt zu haben und hat sie möglicherweise sogar selbst hergestellt.
So kam die heute vorliegende kleine, aber doch außergewöhnlich schöne und breit gefächerte Sammlung zu Stande: Neben insgesamt 37 Fragmenten mittelalterlicher Bücher aus dem 9. bis 15. Jahrhundert erwarb Franke auch ein ganzes, kleinformatiges Stundenbuch aus dem Spätmittelalter und mehrere Fragmente und Blätter aus frühen Drucken.

13. und 16. Jahrhundert
